Musikschulgebühren angepasst

Mit der im Gemeinderat am 30. Jänner beschlossenen Anpassung der Musikschulgebühren kommt es zu einer moderaten und gut ausbalancierten Erhöhung, die zuletzt im Schuljahr 2012/2013 erfolgte.

Die zuständige Ausschussvorsitzende Nationalratsabgeordnete Vizebürgermeisterin Ulrike Königsberger-Ludwig betont, dass mit diesem Beschluss eine Empfehlung des Niederösterreichischen Musikschulmanagements umgesetzt werden konnte, ohne dass es zu einer unverhältnismäßigen Mehrbelastung für die MusikschülerInnen kommt. 

Erstmals wurde der Vorschlag des Musikschulmanagements umgesetzt, alle restlichen Gebührensätze ausgehend von der Normstunde E50 – das ist der Monatsbeitrag für eine Einzelunterrichtstunde mit 50 Minuten für Amstettner Schüler, Lehrlinge und Studierende – in einem prozentuellen Verhältnis festzulegen. Daher steigt die Musikschulgebühr angelehnt an die letzte Gehaltserhöhung der niederösterreichischen Vertragsbediensteten um 2,34 % auf 63,30 Euro.

Weil bei den Musikschulgebühren bislang eine andere prozentuelle Abstufung angewendet wurde als vom Musikschulmanagement vorgeschlagen, steigen die Tarife zum Beispiel bei der musikalischen Früherziehung jetzt etwas stärker an, um die 40 Prozent-Empfehlung zu erreichen. Um die Anpassung abzufedern, wird diese in 2 Stufen durchgeführt. Im kommenden Schuljahr beträgt der Tarif demnach 18,80 pro Monat. „In finanziellen Härtefällen besteht auch weiterhin die Möglichkeit, um Unterstützung anzusuchen, da wir nicht wollen, dass der Musikschulbesuch von Kindern, an den finanziellen Möglichkeiten der Eltern scheitert“, weist Kulturstadträtin Ulrike Königsberger-Ludwig auf den einstimmigen Beschluss betreffend Unterstützungen aus der Dezember-Gemeinderatssitzung hin.

„Die moderate Anpassung wurde in intensiver Zusammenarbeit der Musikschuldirektion und der Kulturabteilung ausgearbeitet, bleibt bei allen Sätzen in einem angemessenen Rahmen und auch der Vergleich zu anderen Musikschulen in der Region lässt keinesfalls darauf schließen, dass künftig SchülerInnen verloren gehen“, entkräftet Königsberger-Ludwig die oppositionelle Kritik „ein bestens vorbereiteter Beschluss, der auf Expertise der MitarbeiterInnen beruht und auch die hohe Qualität der PädagogInnen unterstreichen soll.“

„Leider gab es trotz des Gesprächangebotes im Vorfeld der Gemeinderatssitzung keine Diskussion mit der ÖVP, bei der einige Fragen sicher geklärt hätten werden können“, bedauert die Kulturstadträtin die heftige Auseinandersetzung in der letzten Gemeinderatssitzung. Der Vorschlag war bereits eine Woche vor der Sitzung fertig und die ÖVP hat gebeten, diesen noch bis zur Gemeinderatssitzung intern diskutieren zu können. „Plötzlich wurde die gute Vorbereitungsarbeit der zuständigen Abteilung schlecht geredet“, was für Königsberger-Ludwig der Beweis dafür sei, „dass es ausschließlich um parteipolitisches Kleingeld geht und nicht um die Sache selbst.“

Auch der Einwand, dass zunächst nach Kostenpotentialen gesucht werden muss, bevor man die Gebühren erhöht, greift aus der Sicht von Kulturstadträtin Königsberger-Ludwig zu kurz: „Das können und machen wir unabhängig von der Gebührenanpassung ohnehin. Darüber hinaus werden laufend Maßnahmen zur Optimierung der Ausgaben erarbeitet. Sobald ein Konzept vorliegt, soll dies auf breiter Basis mit allen Parteien diskutiert werden.“

Dass dieses nicht zulasten der MusikschülerInnen und der Qualität der Musikschule gehen darf, ist aus Sicht der SPÖ Amstetten ein wichtiges Ziel – denn beides muss erhalten bleiben: leistbare Gebühren und eine hohe Qualität! In der Vergangenheit wurde insbesondere auf eine hohe Qualifikation der LehrerInnen geachtet, und das soll auch in Zukunft so bleiben.