Schluss mit unbezahlten Praktika!

Oft verbergen sich hinter dem Titel "Praktikum" prekäre, also unter- oder gar unbezahlte Arbeitsverhältnisse. Besonders häufig davon betroffen sind junge, hochqualifizierte Menschen mit einem Studien- oder FH-Abschluss. Deshalb unterstützen die SPÖ und die Junge Generation Amstetten die Initiative „Schluss mit unbezahlten Praktika“.

„Es kommt häufig vor, dass Frauen und Männer nach Abschluss der Schule, oder während einer Ausbildung einen 40-Stunden-Job erledigen und dafür kaum oder gar nicht entlohnt werden“, so Jugend-Gemeinderätin Julia Wiesner. Zu groß ist die Hoffnung, dass aus dem unbezahlten “Praktikum” ein fixer Arbeitsplatz entsteht, zu tief sitzt die Angst davor wegen eines schlechten Rufs  in der gewünschten Branche gar nicht mehr beschäftigt zu werden obwohl es  nach dem Arbeitsrecht den Begriff „Praktikum” gar nicht. Ein “Ferienjob”, ein sogenanntes “Ferialpraktikum” oder auch ein umgangssprachlich “freiwilliges Praktikum” genannt, welches neben der Schule oder Hochschule und sogar danach absolviert wird, sind laut Arbeitsrecht ganz normale befristete Dienstverhältnisse, die auch entsprechend entlohnt werden müssen.

Ein erster wichtiger Schritt ist es, die Unternehmen stärker zu kontrollieren, was solche Arbeitsverhältnisse betrifft und die Betroffenen zu informieren. Außerdem hat das Sozial­ministerium in Kooperation mit dem Verein „Generation Praktikum“ eine Online-Anlaufstelle eingerichtet (watchlist.praktikum.at), an die sich Betroffene anonym wenden können.