Volkshilfe: „Armut macht krank!“

Letzten Mittwoch war die Volkshilfe Amstetten zum Internationalen Tag der Kinderarmut am Hauptplatz unterwegs.

(v.l.n.r.): Claus Ludwig, Herr Koranda, die stellvertretende Volkshilfe Regionalvereinsvorsitzende Gemeinderätin Regina Öllinger, Renate Höld und Kommunalmanager Siegfried Köhsler.

 

„Derzeit sind ca. 45.000 Kinder in Niederösterreich von Armut betroffen. Es ist einfach nur Glück, in welche Familie man hineingeboren wird – und deswegen braucht es konkrete Maßnahmen, um den betroffenen Kindern eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen!“, sagt die stellvertretende Volkshilfe Regionalvereinsvorsitzende Gemeinderätin Regina Öllinger.

Kinder-Grundsicherungsmodell gefordert

Die FunktionärInnen verteilten Infomaterial und einen Eiskratzer, der symbolisch gegen die soziale Kälte eingesetzt werden soll. „Armut erschwert nicht nur den Zugang zur Bildung und zu einem gesunden Leben, Armut macht schlicht und einfach krank. Deswegen hat die Volkshilfe ein Modell dagegen entworfen, das sogenannte Kinder-Grundsicherungsmodell“, erklärt Regina Öllinger. Dieses umfasst einen monatlichen Sockelbetrag von 200 Euro für alle Kinder; darüber hinaus bekommen Kinder aus Familien mit niedrigem Einkommen einen Zusatzbetrag, der je nach Einkünften gestaffelt ist. „Kinder aus armutsgefährdeten Familien würden somit bis zu 625 Euro monatlich erhalten. Dies würde die Entwicklung aller Kinder absichern!“, finden die FunktionärInnen den Vorschlag der Volkshilfe für sinnvoll.

Volkshilfe hat klares Ziel

Zwar weise Österreich vielfältige kinder- und familienbezogene Leistungen auf, diese seien aber mit unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen verbunden, was letztlich einen Anstieg von Kinderarmut nicht verhindere, hält Regina Öllinger fest. „Unser Ziel ist es, die Kinderarmut bei uns abzuschaffen. Alle Kinder haben das Recht auf Chancengleichheit. Und dafür werden sich alle VolkshelferInnen auch in Zukunft mit ganzer Kraft einsetzen!“, sind sich die FunktionärInnen einig.