Lichtermeer gegen Gewalt

Vom 25. November bis zum 10. Dezember finden die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen statt.

(v.l.n.r.):  Doris Walter, Ilse Wiesner,  Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Renate Höld, Gemeinderätin Sabine Auer, Bezirksfrauenvorsitzende Gemeinderätin Birgit Wallner, Frauenhaus Frauen Christa Mayr und Carmen Kessler, Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Frauenvorsitzende Amstetten Stadt Gemeinderätin Regina Öllinger, Gemeinderätin Elisabeth Stoiber, Gemeinderätin Gisela Zipfinger, Gemeinderätin Birgit Hornes und Tamara Hornes

 

Die SPÖ Frauen Amstetten haben deswegen zum Lichtermeer aufgerufen: „Unter Beteiligung der Frauenhaus- und SPÖ Bezirksfrauen wurde die Zahl der Wegweisungen in Amstetten per 31. Oktober 2018 aufgestellt“, erklärt die Frauenvorsitzende der SPÖ Amstetten Stadt, Regina Öllinger.

„Niederösterreichweit hat es 1.309 Betretungsverbote im Jahr 2017 gegeben“, sagt Landesrätin und stellvertretende SPÖ Landesfrauenvorsitzende Ulrike Königsberger-Ludwig. Sie weist darauf hin, dass sich Gewalt an Frauen durch alle Gesellschaftsschichten ziehe. Dabei gehe die Gewalt zu einem sehr hohen Prozentsatz immer vom Partner aus. „Auch bei uns zählt die Misshandlung in den eigenen vier Wänden zu den potentiellen Gesundheitsrisiken von Frauen und Kindern. Jede fünfte Frau, die in einer Beziehung lebt, wird in Österreich Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt.“

Auch bei den Tötungsdelikten würden traurige Rekorde geschrieben werden. Seit Jahren liege Österreich statistisch gesehen bei Morden an Frauen in der EU ganz weit vorne, meinte Königsberger-Ludwig. Doch während die Zahl der Morde an Frauen momentan steige, hätte die Bundesregierung trotz dramatischer Zahlen zuletzt die Gelder für Familien- und Frauenberatungsstellen gekürzt. „Wir sehen derzeit auch in anderen Bereichen, dass das Risiko, von häuslicher Gewalt betroffen zu sein, unverändert hoch ist. Es ist deswegen unverantwortlich, den Sparstift bei niederschwelligen Schutz-, Betreuungs- und Beratungseinrichtungen anzusetzen“, forderte Königsberger-Ludwig die Rücknahme der Maßnahmen und appellierte, das umfassende Paket an Angeboten nicht zu schwächen, sondern zu stärken.

„In Niederösterreich gibt es ein großes Angebot an Unterstützungsmaßnahmen für Frauen, die von Gewalt betroffen sind“, erklärt Bezirksfrauenvorsitzende Birgit Wallner. „Die Hotline unter 0800/222 555 und das NÖ Frauentelefon unter 0800/800 810 bieten anonyme Hilfe und kostenlose Erstberatung an!“