SPÖ feierte den Tag der Arbeit

Am Vorabend des Tags der Arbeit trafen sich rund 250 Menschen zur Maikundgebung und zum Maibaumaufstellen am Hauptplatz.

(ab 2.v.li.): Gemeinderat Edmund Maier, Gemeinderätin Birgit Hornes, Gemeinderätin Gisela Zipfinger, Gemeinderat Mag. Franz Dangl, Gemeinderätin Silvia Übelbacher, Robert Schuster, Gemeinderätin Margit Huber, Hermann Gleich, Stadträtin Elisabeth Asanger, BA, NR a.D. Günther Kiermaier, Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Gemeinderätin Beate Hochstrasser, Vizebürgermeister Ing. Anton Katzengruber, Gemeinderat Andreas Haker, Vizebürgermeister Mag. Michael Wiesner, Stadtrat Helfried Blutsch, Ortsvorsteher Egon Brandl, Jugendgemeinderätin Mag. Julia Wiesner, Gemeinderätin Regina Öllinger, Gemeinderat Reinhard Punz und Stadtparteivorsitzender Stadtrat Mag. Gerhard Riegler

 

„Der Tag der Arbeit ist der einzige Feiertag, der von unten erkämpft wurde. Er ist Gedenk-, Feier- aber auch Kampftag. Er ist die Gelegenheit, alljährlich den Zustand der Gesellschaft und der Welt aus den Augen derjenigen zu betrachten, die die Gesellschaften am Laufen halten: Der arbeitenden Bevölkerung“, sagte Stadtparteivorsitzender Stadtrat Mag. Gerhard Riegler im Rahmen seiner Begrüßung.  

Arbeitsrecht als Schutzrecht
Bürgermeisterin Ursula Puchebner ging in ihrer Festrede ebenfalls auf die Bedeutung des 1. Mai ein: „Wir Sozialdemokraten halten diesen Tag der Arbeit hoch, weil wir der Zerschlagung unseres gut funktionierenden Sozialstaates durch die Regierung entgegentreten. Viele Menschen, auch hier bei uns in Amstetten, spüren bereits die Folgen der 60-Stunden-Arbeitswoche. Der Druck am Arbeitsplatz wächst kontinuierlich. Das Arbeitszeitrecht als Schutzrecht gibt es de facto nicht mehr und das wirkt sich auf das Familienleben und die Perspektiven von Beschäftigten aus.“

„Europa nicht den Konservativen und Rechten überlassen“
Außerdem ging Bürgermeisterin Puchebner auf die bevorstehende Europawahl ein. „Am 26. Mai dieses Jahres sind wir alle aufgerufen, unser Europa politisch zu gestalten. Reduzieren wir die europäische Union nicht auf die von EU-Kritikern vielzitierte Bananenkrümmung oder die Diskussion über Konfitüre oder Marmelade. Europa und europäische Politik ist sehr viel mehr. Überlassen wir unser Europa nicht den Konservativen, denen es um Spaltung, Nationalismus, um Politik für Konzerne und Reiche geht. Diese Wahlen sind die wichtigsten, die Europa je hatte, denn diese werden eine Richtungsentscheidung sein, ob Europa in eine soziale und gerechte Zukunft geht, oder ob das europäische Friedensprojekt von Rechtspopulisten und Rechtsextremisten zerschlagen wird“, rief die Bürgermeisterin dazu auf, einen Rechtsruck zu verhindern und zur Wahl zu gehen.

Die Sozialdemokratie sei immer ein Bollwerk gegen Nationalismus und Rechtsextremismus gewesen, gegen Hetze und Ausgrenzung. „Wir wollen eine gute Zukunft für alle, in einem starken und geeinten Europa. Deshalb müssen wir für einen Kurswechsel sorgen, der die Interessen der Menschen in den Mittelpunkt der europäischen Politik stellt und nicht die Interessen der Großkonzerne. Wir kämpfen für ein Europa, das stark sozial und gerecht ist“, sagt Bürgermeisterin Ursula Puchebner und rief dazu auf, am 26. Mai bei der Wahl zum Europäischen Parlament auch die Sozialdemokratie zu stärken.